Musterung einer Kollaboration Muslimische Kriegsgefangene aus der Sowjetunion und die Dresdner SS-Mullah-Schule
Artikel von Heike Ehrlich und Kathrin Krahl, erschienen in iz3w Nr. 315 - Januar / Februar 2010
Muslimische Kriegsgefangene aus den zentralasiatischen Sowjetrepubliken wurden von der SS zunächst zu „asiatischen Untermenschen“ stigmatisiert. Im fortschreitenden Kriegsverlauf wurden sie auf Initiative des Reichsführer-SS Heinrich Himmler in „Freiwilligenverbänden“ gegen die Rote Armee eingesetzt. Ein wichtiger Bestandteil dieses Plans war die Einrichtung der Dresdner SS-Schule für Mullahs. Dort wurden zwischen November 1944 und Februar 1945 Muslime zu Feldgeistlichen des Osttürkischen Waffenverbandes der SS ausgebildet. Die Schule verdeutlicht, dass die Kollaboration der NationalsozialistInnen mit Muslimen auch auf dem Reichsgebiet stattfand (Zusammenfassung).
Dear Mr. Thomas Fache, Heike Ehrlich, Katrin Förster, Kathrin Krahl, Claudia Pawlowitsch, Anita Ulrich, Katharina Wüstefeld. Thank you for the audioscript, 3 discs and 3 maps and your kind letter which I received yesterday. I was very impressed with your wonderful result in producing this very important information and congratulate you and salute you for it. Please accept my best wishes and congratulations for your effort and wonderful work. I am sending you my best regards and best wishes for a happy christmas and successful new year.
Yours sincerely, Olga Horak (Sydney, Australia)
(Im Track # 10 "Auschwitz auf der Straße - Todesmärsche in Dresden" wird aus Olga Horaks Erinnerungen zitiert. Olga Horak: Von Auschwitz nach Australien. Erinnerungen einer Holocaust-Überlebenden an ihre Kindheit in Bratislava, die Deportation nach Auschwitz, den Todesmarsch von Kurzbach nach Dresden und an die Befreiung in Bergen-Belsen)
Beitrag zum audioscript in "Vergessenes Erinnern" - Medien von Erinnerungskultur und kollektivem Gedächtnis
Hg.: Swen Steinberg, Stefan Meißner und Daniel Trebsdorf, Wissenschaftlicher Verlag Berlin 2009
Es handelt sich hierbei um das Buch zur Tagung "Zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Medien von Erinnerungskultur, Geschichtsbewusstsein und kollektivem Gedächtnis", die vom 4. bis 7. Dezember 2008 in Dresden stattfand
Dr. Holger Birkholz (Hochschule für bildende Künste Dresden)
"audioscript" ist eine Sammlung von dreizehn Hörstücken, die vor allem aus gesprochenem Text besteht. Thema der Sammlung ist die Verfolgung und Vernichtung der Juden in Dresden während der Zeit des Nationalsozialismus. Dabei werden unterschiedliche Textarten miteinander kombiniert: Berichte von Zeitgenossen, Texte von Historikern und Philosophen und selbst geschriebene Textpassagen und Dialoge der Autoren von "audioscript". Die Bandbreite der Texte ermöglicht einen differenzierten Blick auf die historischen Ereignisse, aber auch – und das ist entscheidend – auf unseren heutigen Umgang damit. Gleichzeitig werden die Möglichkeiten historischer Darstellungen, ihre Instrumentalisierung und die Bedingungen historischer Texte mit reflektiert.